Aktuelles

Evangelische Friedensarbeit kritisiert die geplante Aufstockung des Wehretats

Die Ankündigung von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die Bundeswehr in den kommenden sieben Jahren personell aufzustocken und auch den Wehretat bis 2020 von derzeit 34,2 auf 39,2 Milliarden Euro anzuheben, ist bei der evangelischen Friedensarbeit auf Kritik gestoßen. „Die Regierung stellt hier bereits Weichen, bevor das neue Weißbuch vor- und zur Diskussion gestellt wird. Das führt den groß angekündigten Beteiligungsprozess ad absurdum“, betont Renke Brahms, der Friedensbeauftragte des Rates der  Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Bonn, 28. April 2016/dj
Pazifismus - aktuell und unverzichtbar
1901 wurde von dem französischen Notar und Präsidenten der „Internationalen Liga des Friedens und der Freiheit“ Émile Arnaud erstmals in einer belgischen Zeitung der Begriff „Pazifismus“ verwendet. 115 Jahre später fragten sich in Heidelberg gut dreißig Vertreterinnen und Vertreter aus der Friedenspraxis, der Friedensbewegung und der Friedensforschung, wie aktuell heute eine Haltung ist, die den Krieg prinzipiell ablehnt, sich für gewaltfreie Wege der Krisenprävention und der Konfliktbearbeitung einsetzt und die Bedingungen für eine friedlichere und gerechtere Welt anstrebt. „Pazifismus auf neuen Wegen?“, so das Thema der „Heidelberger Gespräche 2016“, einer gemeinsamen Studientagung der evangelischen Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und der Forschungsstätte der evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg.

Bonn, 18. April 2016/dj
Die evangelische Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat im Rahmen einer Sitzung der ihr angeschlossenen Friedensdienstorganisationen nachdrücklich die Bedeutung internationaler Freiwilligendienste für ein „Friedensprojekt Europa“ hervorgehoben. Die Europäische Union (EU) müsste gerade in ihrer aktuellen Krise deutlich stärker auf die Zivilgesellschaft setzen, die sich in langfristigen Partnerschaften für Gerechtigkeit, Frieden und den Zusammenhalt der Gemeinschaft engagiert, ist AGDF-Geschäftsführer Jan Gildemeister überzeugt.

Erklärung der Friedensinitiative Westpfalz zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 5. April 2016 über die Zulassung einer Klage von Wolfgang Jung gegen den Betrieb einer  Drohnen-Relaisstation auf der Air Base Ramstein.
Der Bürger Wolfgang Jung hat nach einem Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 4. April nicht das Recht, die Bundesregierung zu verpflichten, die Tätigkeit der Drohnen-Relaisstation auf der Air Base Ramstein zu unterbinden; Diese leistet Beihilfe zu den „extralegalen“ Tötungen durch Kampfdrohnen.  Das Urteil ist für Jung ein herber Rückschlag in seinem lebenslangen Einsatz für den Frieden. Sein Ziel ist es, die von der Air Base Ramstein ausgehende  Störungen des Friedens offen zu legen und zu unterbinden.

EUFOR - European Fellowship of Reconciliation
(europäische Zweige des Internationalen Versöhnungsbundes - IFOR)

Mittwoch 06.04.16 12.00
Vom Deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes

Bei einem Treffen in Genf von 25 Vertretern der europäischen Zweige des Internationalen Versöhnungsbundes (IFOR) fordern diese eine "neue Vision für Europa" basierend auf einer Kultur des Friedens; anstatt auf militärischen Doktrin.
Zusammenarbeit in Europa benötigt wieder Solidarität und Menschlichkeit, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu begegnen.

Logo Ev Friedensarbeit

Bonn, 4. April 2016

Evangelische Friedensarbeit äußert sich kritisch zum Einsatz von Kampfdrohnen
Äußerst kritisch hat sich die evangelische Friedensarbeit zum Einsatz von bewaffneten Drohnen geäußert. Anlass ist eine Gerichtsverhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, in der es um die Klage eines Pfälzers geht, der das Bundesministerium der Verteidigung zur Überwachung bewaffneter Drohneneinsätze, die über die US-Air Base Ramstein gesteuert werden, verpflichten möchte.

Evangelische Friedensverbände für Ende der nuklearen Teilhabe und Abzug der US-amerikanischen Atomwaffen aus Europa

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) haben die Bundesregierung nachdrücklich aufgefordert, sich innerhalb der NATO für ein Ende der nuklearen Teilhabe und einen Abzug der US--‐amerikanischen Atomwaffen aus Europa einzusetzen. „Vor genau sechs Jahren, am 26. März 2010, hat der Deutsche Bundestag mit einer großen Mehrheit der Bundesregierung aufgefordert, sich für eine atomare Abrüstung einzusetzen.
Doch geschehen ist seither nichts“, kritisiert AGDF--‐Geschäftsführer Jan Gildemeister. Und der EAK--‐ Geschäftsführer Wolfgang Burggraf fügt hinzu: „Stattdessen hat die Bundesregierung in der NATO einer Modernisierung der US--‐Atomwaffen in Europa zugestimmt und im Dezember in der Generalversammlung der Vereinten Nationen sogar gegen Resolutionen votiert, die eine ethische Verpflichtung zur Abschaffung und eine Ächtung von Atomwaffen beinhalten.“ Es handelt sich um die Resolutionen A/RES/70/48 und 50.

Bonn, den 16. März 2016/dj
Fast 5000 junge Menschen haben in den vergangenen Jahren an einem von Mitgliedsorganisationen im „Evangelischen Forum entwicklungspolitischer Freiwilligendienste“ (eFeF) organisierten und über das „weltwärts“-Förderprogramm des Bundesministeriums für  wirtschaftliche Entwicklung unterstützten Freiwilligendienst teilgenommen. Viele von ihnen wollen sich auch nach ihrer Rückkehr nach Deutschland weiterhin in Fragen der Ungerechtigkeit, der globalen Ungleichheit oder des Rassismus engagieren und etwas bewegen. Mit einer Fortbildungsreihe „Den Faden weiter spinnen“ zur Qualifizierung für entwicklungspolitische Bildungsarbeit bietet das Evangelische Forum entwicklungspolitischer Freiwilligendienste hier eine Möglichkeit. Start der neuen Fortbildungsreihe ist am 18. März in Berlin.

Bonn, den 29. Februar 2016/dj
Die aktuelle Flüchtlingssituation stand im Mittelpunkt einer zweitägigen Klausursitzung des Vorstandes der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) in Kassel. Dabei kritisierte die AGDF, dass in der derzeitigen zugespitzten Stimmung in Deutschland die Themen Frieden und Flucht nur noch selten zusammen gedacht werden. „Die aktuelle Diskussion in unserem Land fokussiert sich nur noch auf die Frage, wie Fluchtrouten verstopft und Grenzen geschlossen werden können“, bedauerte AGDF-Geschäftsführer Jan Gildemeister. Doch die Ursachen für die Flucht würden in der Debatte keine Rolle mehr spielen, kritisiert er. „Dabei kann dies nicht getrennt voneinander gesehen werden. Denn die Flüchtlinge sind die Folge von Konflikten, für die auch wir verantwortlich sind“, machte der AGDF-Geschäftsführer deutlich.

Auf Weltreise mit dem neuen Lesebuch des ZFD

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