Versöhnungsbund: Rückblick: Frieden mit der Natur, Frieden unter den Menschen

Rückblick: Vom 12. bis 15. Juli 2026 kamen auf Schloss Kirchberg an der Jagst Menschen aus Landwirtschaft, Friedensarbeit, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zum IX. World Organic Forum zusammen. Unter dem Leitgedanken „Frieden neu denken“ ging es um die enge Verbindung von Frieden zwischen Menschen und Frieden mit der Natur.

Zu den Mitwirkenden gehörten unter anderem die frühere Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast, der Friedensaktivist Jürgen Grässlin, die tansanische Agrarökologin und One-World-Award-Preisträgerin Janet Maro, Prof. Dr. Theo Gottwald vom World Future Council, Prof. Dr. Carolinea Hutter, der Bio-Pionier Bernward Geier und die Journalistin Thalea Nowak. Gemeinsam mit weiteren Beteiligten brachten sie ihre Perspektiven auf die ökologischen, sozialen und friedenspolitischen Herausforderungen der Gegenwart ein.

Aus den Vorträgen, Gesprächen und Beratungen entstand die Kirchberger Erklärung zum Frieden. Sie beschreibt Klimakrise, Artenverlust, Kriege, gesellschaftliche Spaltung und Hass nicht als voneinander unabhängige Entwicklungen. Frieden brauche eine alltägliche Praxis, die Toleranz, Gerechtigkeit und Mitmenschlichkeit stärkt und zugleich die natürlichen Lebensgrundlagen schützt.

Die Erklärung entwirft die Vision einer ökologisch intakten, friedlichen und sozial gerechten Welt. Friedens-, Umwelt- und Klimabewegung, Glaubensgemeinschaften, Gewerkschaften und Bildungseinrichtungen sollen sich stärker miteinander verbinden. Ökologischer und agrarökologischer Landbau wird ausdrücklich als konkrete Friedensarbeit verstanden.

Zu den Forderungen gehören die Einhaltung des Völkerrechts, eine Stärkung der Vereinten Nationen, gerechte Zugänge zu Ressourcen, Ernährungssicherung und der Schutz von Menschen, die sich für Dialog, Versöhnung und Gerechtigkeit einsetzen. Die Erklärung wendet sich gegen Militarisierung und Aufrüstung und setzt auf gewaltfreie Wege der Konfliktlösung.

Die Erklärung finden Sie hier