à propos: „Arbeit in autoritären Kontexten – zwischen Resilienz und Kreativität“, Nr.191, Dezember 2025.
Die Zahl autoritärer Regierungsformen nimmt zu. Solche Kontexte sind oft geprägt von drastischen Einschränkungen der bürgerlichen Freiheiten, strenger Informationskontrolle, einem stark eingeschränkten politischen Raum und einem weitreichenden staatlichen Einfluss auf nichtstaatliche Organisationen. Für die Zivilgesellschaft bedeutet dies enorme Herausforderungen.
Dennoch kommt ihr eine unverzichtbare Rolle zu: Menschenrechtsverletzungen und Straffreiheit zu dokumentieren und öffentlich zu machen — Phänomene, die in autoritären Systemen tendenziell zunehmen. Der Schutz ihres Handlungsspielraums bleibt daher von zentraler Bedeutung. Doch die ständigen Bedrohungen, von Einschränkungen ihrer Tätigkeiten über begrenzte Kommunikations- und Advocacy-Möglichkeiten bis hin zu Einschüchterung und Gewalt, haben bereits viele Organisationen zur Schließung gezwungen.
Die Zeitschrift à propos, die von der Schweizer Plattform für Friedensförderung KOFF herausgegeben wird, beleuchtet in ihrer Dezemberausgabe die Resilienz und die Kreativität der KOFF-Mitglieder und ihrer Partner, die ihre Arbeit in autoritären Kontexten fortsetzen und dabei Mitarbeitende, Partner und Projektteilnehmende schützen. Unter den hervorgehobenen Lösungsansätzen finden sich der Ausbau und die Diversifizierung von Allianzen und Finanzierungsquellen, Arbeiten aus dem Exil, diskrete Kommunikations- und Advocacy-Strategien, der Einsatz robuster Sicherheitsprotokolle und vieles mehr.