100 Staaten unterstützen den Atomwaffenverbotsvertrag
Mit dem Beitritt Tongas hat der Vertrag über das Verbot von Atomwaffen einen neuen Meilenstein erreicht. Inzwischen gehören 75 Staaten dem Vertrag als Vertragsparteien an, weitere 25 Staaten haben ihn unterzeichnet. Damit haben sich insgesamt 100 Länder rechtlich und politisch auf den Weg gemacht, Atomwaffen vollständig abzuschaffen.
Der Vertreter des Königreichs Tonga bei den Vereinten Nationen, Viliami Vaʼinga Tōnē, hinterlegte die Beitrittsurkunde in New York. Tonga gehört damit nun zur wachsenden Gemeinschaft der Staaten, die sich gegen die Entwicklung, den Besitz, die Stationierung und den Einsatz von Atomwaffen stellen.
Gerade in einer Zeit, in der erneut über nukleare Aufrüstung und Abschreckung gesprochen wird, steht diese Zahl für eine andere Vorstellung von Sicherheit: für internationale Zusammenarbeit, Diplomatie und verbindliches Recht. Die beteiligten Staaten machen deutlich, dass Atomwaffen keine Sicherheit schaffen, sondern Menschen weltweit bedrohen.
Der 2021 in Kraft getretene Atomwaffenverbotsvertrag stärkt das Ziel einer Welt ohne Atomwaffen. Jeder weitere Beitritt erhöht seinen politischen und moralischen Druck. Dass nun 100 Staaten unterzeichnet haben, ratifiziert haben oder beigetreten sind, ist deshalb mehr als eine symbolische Zahl. Es ist ein Zeichen dafür, dass die Ächtung dieser Waffen weiter voranschreitet.
ICAN, die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen, begleitet diesen Prozess seit vielen Jahren. Der Versöhnungsbund ist Teil dieser weltweiten Bewegung für Abrüstung, Gewaltfreiheit und eine gemeinsame Sicherheit ohne nukleare Bedrohung.
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