Pressemitteilung: 25. Bundeskongress der DFG-VK beginnt: Pazifistischer Widerstand in Zeiten der Aufrüstung

Stuttgart, 23. Oktober 2026 – Vom 23. bis 25. Oktober kommen über 100 Delegierte und Gäste der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) zu ihrem 25. Bundeskongress in Stuttgart zusammen. Beginnen wir der Kongress mit einer Kundgebung um 16.30 Uhr am zukünftigen Standplatz des Deserteurdenkmals an der Südspitze des Karlsplatz in der Innenstadt (Goerdelerstraße/Dorotheenstraße, 70713 Stuttgart).

„Die zunehmende Aufrüstung und die drohende Einführung neuer Zwangsdienste stellen uns als Friedensbewegung vor große Herausforderungen. Gerade jetzt müssen wir jungen Menschen zeigen, dass es Alternativen zu Militarisierung und Kriegsdienst gibt. Dafür brauchen wir starke solidarische Netzwerke, eine breite gesellschaftliche Bewegung und eine unüberhörbare pazifistische Stimme. Unser Bundeskongress wird wichtige Weichen dafür stellen“, erklärt Marius Pletsch, Bundessprecher der DFG-VK.

Anträge und Fragen zu den Themen Kriegsdienstverweigerung, Bündnisarbeit oder innere Struktur werden die Beratungen des dreitägigen Bundeskongresses maßgeblich prägen.

Die DFG-VK will ihre Beratungsangebote weiter stärken, junge Menschen in ihrem Widerstand gegen Zwangsdienste unterstützen und die Zusammenarbeit mit Jugendorganisationen, Schüler*inneninitiativen und anderen antimilitaristischen Gruppen ausbauen. Ziel ist es, langfristige solidarische Strukturen zu schaffen, die Betroffene nicht alleinlassen und zugleich den Protest gegen Aufrüstung und Militarisierung in die Breite der Gesellschaft tragen.

Darüber hinaus wird der Bundeskongress beraten, wie die pazifistische Stimme in der gesellschaftlichen Debatte gestärkt werden kann. Angesichts wachsender Militärausgaben, einer zunehmenden Präsenz der Bundeswehr im öffentlichen Leben und der politischen Normalisierung militärischer Lösungen sieht die DFG-VK die Notwendigkeit, ihre pazifistischen Positionen noch deutlicher in die Öffentlichkeit zu tragen und neue gesellschaftliche Bündnisse zu knüpfen.

Der 25. Bundeskongress soll damit nicht nur die Weichen für die zukünftige Arbeit der DFG-VK stellen, sondern auch Impulse für eine generationenübergreifende Friedensbewegung geben. Eine Bewegung, die individuelle Kriegsdienstverweigerung, kollektiven Protest und gesellschaftliche Solidarität miteinander verbindet und deutlich macht, dass Pazifismus auch in Zeiten der Aufrüstung eine gesellschaftliche Perspektive bietet.

Weitere Informationen zum 25. Bundeskongress:
https://buko2026.dfg-vk.de/

Pressekontakt:
Marius Pletsch: pletsch [at] dfg-vk [dot] de (pletsch[at]dfg-vk[dot]de); +49176/57933842
Yannick Kiesel: kiesel [at] dfg-vk [dot] de (kiesel[at]dfg-vk[dot]de); +491578/3452092

Pressemitteilung der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Stuttgart, 23. Oktober 2026