Kooperation und Dominanz sind zwei gegensätzliche Formen der Macht... In der Politik und den internationalen Beziehungen herrscht das Dominanzmodell vor. Und militärische Gewalt ist sein Fundament.
Im Herbst 2025 sendete die Friedensaktivistin Diana Francis ein Grußwort an die Teilnehmenden einer Fachtagung zu demokratischer Konfliktbearbeitung in Deutschland.
Das Votum für Kooperation statt Dominanz birgt - so simpel es ist - das Portenzial zum Gamechanger! Wenn unsere Begegnungen vor Ort aus dem Ruder laufen, liegt das nicht selten daran, dass wir unser Gegenüber dominieren wollen und uns zugleich vor Dominanzversuchen in Acht nehmen. Wir wollen die sein, die Recht haben. Klar! Und wir wollen nicht immer auf der Hut davor sein müssen, angegriffen zu werden. Es ist anstrengend, wenn das eigene Betriebssystem im Dauermodus auf Verteidigung eingestellt ist. Das verbraucht viele Resourcen. Und es führt dazu, dass wir solche gefährlichen Situationen wie Begegnungen vermeiden.
In den Friedensgesprächen versuchen wir, unser Gegenüber als Mensch wahrzunehmen. Mit Würde, einem Rucksack voller Erfahrungen und einem Haufen Ideen, die daraus resultieren. Diese können wir inspirierend finden oder falsch oder langweilig oder gefährlich. Wenn wir einander nicht dominieren müssen und wenn wir nicht in dauerhafter Verteidigungsbereitschaft sein müssen, können wir die Ideen verhandeln und sie mit mehr Leichtigkeit transformieren in echte Weltveränderer.
Wir sind dazu geschaffen, zusammenzuarbeiten – das ist unsere Stärke! Und wir müssen sie nutzen!
Diana Francis
Kooperation statt Dominanz
Was ist FRIEDENSGESPRÄCHE. WERTSCHÄTZEND + KONTROVERS?
Das Projekt FRIEDENSGESPRÄCHE lädt Menschen ein, wieder in Begegnung zu gehen und sich gemeinsam an die großen Themen zu wagen. Neugierig, respektvoll und einfühlsam.