Vielerorts sind wir in unserer Nachbarschaft, in der Gemeinde, im Kollegium zu den heiklen friedenspolitischen Fragen unserer Zeit verstummt. Wir sind sprachlos, nicht, weil es nichts zu sagen gäbe, sondern aus Angst, wir könnten uns im Gespräch entzweien.
Friedensgespräche lädt Menschen ein, wieder in Begegnung zu gehen und sich gemeinsam an die großen Themen zu wagen. Neugierig, respektvoll und einfühlsam.
Friedensgespräche. Wertschätzend + Kontrovers
Unsere Gesellschaft ist an vielen Orten verstummt, wenn es um die großen friedenspolitischen Fragen geht. Themen, die spalten könnten, werden in Nachbarschaften, Kirchengemeinden und Initiativen lieber umgangen – aus Angst, Gräben aufzureißen.
Wer ein Einfrieren des Kriegs in der Ukraine fordert, gilt schnell als „Putinversteher“. Wer Waffenlieferungen befürwortet, wird zur „Bellizistin“. Wer über die Lage in Nahost spricht, riskiert, als antisemitisch abgestempelt oder als Unterstützer eines Apartheidssystems bezeichnet zu werden.
Viele ziehen sich zurück – aus Sorge, das Miteinander in ihren Gemeinschaften zu gefährden. Doch Schweigen bewahrt keinen Frieden. Weder den im Alltag vor Ort noch den großen Frieden, der Gerechtigkeit, Sicherheit und Würde für alle einschließt.
Das Projekt Friedensgespräche ermutigt Menschen, die schwierigen Gespräche dennoch zu führen – achtsam, respektvoll und offen. Wir unterstützen Gruppen, Initiativen und Gemeinden dabei, auch zu heiklen Themen im Dialog zu bleiben. Dafür stellen wir methodisches Handwerkszeug bereit, das Begegnungen jenseits der eigenen Echokammern ermöglicht.
Im Mittelpunkt steht das gegenseitige Wahrnehmen – ohne Zuschreibungen, ohne Etiketten. Aus echtem Zuhören entsteht gemeinsames Erkunden, und aus geteiltem Nachdenken entsteht Handlungskraft. So kann aus Gespräch wieder Bewegung wachsen.
Ihr habt Fragen oder Anregungen, wollt euch engagieren oder die Friedensgespräche unterstützen? Sprecht uns an: mail[at]friedensgespraeche.org
Foto: Diskussion, sculpture by Nanna Ullman from 1958, in Gothenburg Sweden, Mason, CC BY-SA 3.0











