AGDF-PM: Die Stiftung Wings of Hope Deutschland ist neues Mitglied der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden

Bonn, den 8. Oktober 2026/dj

Die Stiftung Wings of Hope Deutschland mit Sitz in München, Nürnberg und Ruhpolding ist neues assoziiertes Mitglied der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF). Der Vorstand der AGDF hat dem Beitritt der Stiftung zugestimmt. Der Friedensverband hat damit nun 33 Mitglieder.

„Wir freuen uns, Wings of Hope in unseren Reihen begrüßen zu können“, so AGDF-Vorsitzender Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh. Mit deren Expertise in der Traumaarbeit bei der Unterstützung von Menschen, die unter den Folgen von Krieg und Gewalt leiden würden, sei die Stiftung eine wichtige Ergänzung in der Arbeit der AGDF. „Gerade in Bezug auf Traumaweiterbildungen für helfende Berufe im In- und Ausland, bei der Friedens- und Dialogarbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen oder für Fragen nach dem Umgang mit der Gewalt und deren gesellschaftlichen Folgen ist Wings of Hope ein großer Gewinn für die AGDF“, so Cornelius-Bundschuh.

„Von der Mitgliedschaft in der AGDF versprechen wir uns, dass das Thema Trauma stärker im Kontext von Friedensarbeit diskutiert wird und so in die Öffentlichkeit gelangt“, so Martina Bock von der Geschäftsführung der Stiftung Wings of Hope Deutschland. Darüber hinaus erhoffe sich Wings of Hope durch die AGDF-Mitgliedschaft eine intensivere Vernetzung und einen wertvollen Erfahrungsaustausch mit anderen Friedensorganisationen, macht sie deutlich.

Trauma heilen, Frieden stiften, Versöhnung leben: Mit diesem Dreiklang beschreibt die Stiftung Wings of Hope Deutschland ihre Vision. Die Idee zu dieser Arbeit entstand in den 1990er Jahren während des Bosnienkrieges. Angesichts des ersten Krieges auf europäischem Boden seit Ende des Zweiten Weltkrieges wollte das Kuratorium der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau ein Friedenszeichen setzen. Unter dem Namen „Wings of Hope“ wurde so eine Hilfe für die Kinder Sarajevos organisiert. Der Name geht dabei auf ein Kinderbild aus Sarajevo zurück mit einem kleinen Mädchen, das mit seinen Eltern aus seiner Heimat vertrieben wurde und Schmetterlinge malte. Dieses Bild nannte es „Schmetterlinge leben kurz“ und es berührte viele Menschen so sehr, dass diese Hilfe organisierten und sich „Wings of Hope“ nannten.

2003 wurde aus dem Projekt eine Stiftung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern mit Sitz in München, Nürnberg und Ruhpolding, wobei in der Satzung festgelegt wurde, dass sich die Stiftungsarbeit in besonderer Weise dem Vermächtnis der ehemaligen Häftlinge des KZ Dachau verpflichtet fühle und neue Impulse der Versöhnung zwischen Völkern und Generationen gegeben werden sollten.

Die Stiftung „Wings of Hope“ arbeitet in Deutschland und gemeinsam mit Partnerorganisationen in Brasilien, Bosnien und Herzegowina, dem kurdischen Irak, Liberia, Palästina und Israel, der Ukraine und in Zentralamerika. Die Stiftung organsiert Seminare und Weiterbildungen, bietet Therapie- und Beratungsangebote für Flüchtlinge an, unterhält ein Fachkräftenetzwerk, lädt zu Info-Veranstaltungen für Ehrenamtliche ein, hält Angebote für Kirchengemeinden und Konfirmandengruppen bereit und lädt jährlich 25 junge Menschen im Alter von 18 bis 26 Jahren aus Bosnien-Herzegowina, dem kurdischen Irak sowie Palästina und Israel und Deutschland zur Sommerakademie für interkulturellen Dialog in die bayerischen Alpen ein.

„Wings of Hope ergänzt unsere Friedensarbeit und wird uns mit Impulsen und in vielerlei Hinsicht bereichern“, ist sich der AGDF-Vorsitzende Jochen Cornelius-Bundschuh sicher.

Kontakt: Jan Gildemeister, AGDF-Geschäftsführer (Telefon. 0228/24 999-13, Handy 0172/70855 37)