Wie führen persönliche Friedenserfahrungen zu Verständnis und gemeinsamem Engagement – und wann erzeugen sie Zerwürfnis? 

Am 15. April 2026 gingen 20 Friedensaktivist*innen zwischen Mitte 20 und Ende 80 in Halle an der Saale diesen Fragen nach. Nicht nur vom Alter lagen die Beteiligten weit auseinander - die Spannungen wegen unterschiedlicher Antworten auf die Kriegs- und Friedensfragen unserer Zeit waren spürbar im Raum. Aber es ging dann in Kleingruppengesprächen gar nicht um Antworten. Wir haben das Den-Anderen-Überzeugen-Wollen für diesen Abend auf die Pausenbank geschickt. Und damit waren die ständig zur Selbstverteidigung bereiten Kräfte plötzlich arbeitslos und durften auch Pause machen. Statt dessen öffnete sich der Raum für persönlich erlebte Geschichten, für Gefühle, für Hoffnungen, für Ideen. Energien eben, die sich sonst nicht hervortrauen. 

Eine Teilnehmerin sagte im Nachhinein: Mir hat die Kleingruppenarbeit gut getan! Ich bin mit jemandem ins Gespräch gekommen, mit der ich sonst wahrscheinlich nie so gesprochen hätte. Ich habe mich vorher gefragt - soll ich da hingehen? Jetzt sage ich DANKE! 

Wie geht es mir mit der Friedensarbeit?